Sonntag, 12. August 2018 - 17:30 - 18:25 Uhr arte

Franz Marc - Der letzte Ritt des Blauen Reiters

2015, Online verfügbar von 12/08 bis 11/09
Franz Marc ist ein Mythos. Er malte blaue Pferde, rote Rehe und gelbe Kühe - und schuf damit Anfang des 20. Jahrhunderts eines der populärsten Werke der modernen Kunst. Sein Tod im Alter von 36 Jahren ist allerdings bis heute rätselhaft geblieben: Was ist am 4. März 1916 in Braquis genau geschehen? Hat Marc bei seinem Aufklärungsritt absichtlich den Tod gesucht? Der Film rekonstruiert die künstlerische Entwicklung und die letzten Lebensmonate von Franz Marc, der am Ende seines Lebens eine rätselhafte Wandlung durchlebt hat. Die Dokumentation lässt die fieberhafte Aufbruchszeit der modernen Avantgarde noch einmal miterleben. Er erzählt von der enormen Sehnsucht einer kaisermüden Generation, die gemeinsam gegen die Leere eines autoritätsgläubigen Deutschlands rebelliert und neue künstlerische Darstellungsformen ausprobiert. Gleichzeitig lässt der Film nachvollziehen, warum Franz Marc unter den Künstlern des Expressionismus bis heute als singuläre Figur dasteht. Seine Hinwendung zur Natur wird geradezu zu einer immer stärkeren naturmystischen Suche - mit all den Hoffnungen und Zweifeln, wie sie ein junger Mann am Vorabend des Ersten Weltkrieges erlebt. Und er zeigt, warum die Mythenbildung um Franz Marc mit den tödlichen Ereignissen in Braquis in direktem Zusammenhang steht. Franz Marc starb am 4. März 1916 in Braquis bei Verdun. Es war sein letzter Einsatztag an der Front. Am folgenden Tag sollte der 36-Jährige als "einer der bedeutendsten Maler Deutschlands" vom Militär freigestellt werden, um seine künstlerische Arbeit wieder aufzunehmen.

Donnerstag, 23. August 2018 - 22:25 - 23:50 Uhr arte

Im Kunstrausch

2013, Online von 23. August bis 30. August
In den letzten Jahren haben einflussreiche neue Sammler den zeitgenössischen Kunstmarkt, den bis dahin ein kleiner Kreis von Kunstprofis beherrschte, aufgemischt. Die gezielten Spekulationen dieser milliardenschweren Käufer brachten neue Kunstrichtungen und neue Künstler mit internationalem Anspruch hervor und trieben die Preise in unvorstellbare Höhen: Was sind die eigentlichen Ziele? Wer sind die Akteure? Welchen Stellenwert hat dabei künstlerische Kreativität? Heute können sich zeitgenössische Kunstmessen wie die Pariser FIAC vor Besuchern kaum noch retten: „Arty“ zu sein ist mittlerweile in, so wie man früher cool und rebellisch sein musste, um dazuzugehören. Das Publikum des Kunstmarkts hat sich ebenso verändert wie seine Akteure. Der Dokumentarfilm zeigt die ans Irrationale grenzende Begeisterung für eine Kunstsparte, die bisher einem kleinen Kreis von Ästheten und aufgeklärten Kunstliebhabern vorbehalten war. Von New York und Miami über Hong Kong, Singapur, Shanghai und Doha bis nach Basel und Venedig recherchierten die Regisseurin des Films, Marianne Lamour, und die Autorinnen, Danièle Granet und Catherine Lamour, im Kunstmilieu und unter seinen global agierenden Akteuren. Dabei werden auch die Maßlosigkeit und die Verirrungen sichtbar, die den internationalen Kunstmarkt mittlerweile prägen.